FAQs

FAQ`s

Manche Fragen werden einem als Imker immer wieder gestellt. Hier finden Sie daher schnelle Antworten auf Bienenfragen.
Es ist etwas unbeantwortet geblieben?

Stellen Sie uns Ihre Bienen-, und Imkerfragen!

  • Im Selbstbedienungs-Bauernladen Kuriosk
  • In ALLEN Filialen der Bäckerei Felzl in Wien
    • Lerchenfelderstraße 99-101, 1070 Wien
    • Kaiserstraße 51, 1070 Wien
    • Pilgramgasse 24, 1050 Wien
    • Helferstorferstraße 2, 1010 Wien
  • Beim Weingut Tauss in Leutschach an der Weinstraße
  • In der Vorweihnachtszeit am einzigen Bio-Adventmarkt Österreichs, am Wiener Karlsplatz, bei unserem Bio-Bauern-Stand

Unsere aktuellen Honigpreise 2018

  •    1,2 kg …… 16,50€
  •    500g  …… 7,50€
  •    330g  …… 5,50€

Bitte beachten Sie, dass unsere Wiederverkäufer unseren Honig zu unterschiedlichen Preisen anbieten! Wiederverkäufer-Preise auf Anfrage

Bienen halten sich nicht an Grundstücksgrenzen und achten nicht darauf, ob das Blümchen, das sie befliegen nun biologisch bewirtschaftet wird, oder nicht. Was als unterscheidet die Bioimkerei von konventionellen Imkern?

  • Die Flügel der Bienenkönigin werden NICHT beschnitten.
  • Es dürfen nur für den Biolandbau zugelassene Mittel zur Bekämpfung der Varroamilbe eingesetzt werden. Dabei handelt es sich vorwiegend um natürliche Säuren, wie Ameisen- und Oxalsäure.
  • Das darf ausschließlich Bio-Zucker zugefüttert werden.
  • Absperrgitter, die die Legetätigkeit der Bienenkönigin räumlich einschränken, dürfen ausschließlich vor der Ernte eingelegt werden.
  • Der Standplatz für BioBienen muss von einer Bio-Kontrollstelle genehmigt werden, und darf sich nicht in der näheren Umgebung (ca. 3km) von Industrieanlagen, Autobahnen oder Mülldeponien befinden.
  • Jedem Bienenvolk muss die Möglichkeit zu wenigstens 10% Wildwabenbau gegeben werden.

Aus rechtlichen Gründen müssen Produzenten von Lebensmitteln auf ihre Produkte ein Mindesthaltbarkeitsdatum schreiben, bis zu dem sie garantieren, dass ihr Produkt genießbar ist. Wie lange man für seinen Honig garantiert, ist jedem Imker frei gestellt. Soweit zur rechtlichen Seite.

Tatsache ist jedoch, dass bei Ausgrabung in Der el Medine bei Theben (Oberägypten) in Schalen Honig gefunden wurde, der um das Jahr 1350 v.Chr. produziert worden sein muss. Und abgesehen davon, dass er eingetrocknet und wieder aufgelöst werden musste, war er noch immer haltbar! Es ist daher anzunehmen, dass Qualitätshonig – bei richtiger Lagerung! – das am längsten haltbare Lebensmittel ist, das wir kennen!

Also immer dran denken: Das Mindesthaltbarkeitsdatum beschreibt genau das! Wie lange ein Lebensmittel MINDESTENS haltbar ist! Vertrauen Sie Ihrem Seh-, Geruchs- und schließlich Geschmackssinn!

Bei der richtigen Honiglagerung sind dreierlei Dinge von Bedeutung:

  • Ein luftdichter Verschluss
  • Dunkelheit
  • und wenig Wärme

Honig ist hygroskopisch, zieht also Wasser an. Neben Wasser, nimmt er jedoch außerdem Gerüche sehr schnell an – aus diesem Grund sollte man Honig nicht in alten Essiggurkengläsern lagern, oder sie zu lange offen herum stehen lassen. Im Extremfall kann Honig sogar zu gären beginnen, wenn er zu viel Wasser angezogen hat. Dies ist jedoch bei Qualitätshonig, der maximal 18% Wasser enthalten darf, weit weniger wahrscheinlich, als bei Billighonig!

Um die im Honig enthaltenen Enzyme nicht zu zerstören, sollte man Honig außerdem eher dunkel und nicht zu warm lagern. Kälte macht Honig nichts – ja, man kann Honig auch einfrieren – er wird höchstens hart, das tut der Qualität jedoch nichts. Niemals sollte man Honig jedoch über 50°C erhitzen – danach sind nämlich alle Enzyme tot.

Zunächst einmal: Keine Panik! Wenn der Honig nach einiger Zeit kristallisiert, also hart wird, ist das ein ganz natürlicher Vorgang, der die Honigqualität nicht schmälert. Ganz im Gegenteil: Wird der Honig hart, ist dies ein Qualitätsmerkmal, denn nur Honige mit geringem Wassergehalt können kristallisieren.

Doch nicht alle Honigarten kristallisieren gleich schnell. Grundsätzlich gilt: Je mehr Traubenzucker im Honig enthalten ist (im Verhältnis zum Fruchtzucker), desto schneller wird der Honig hart. Daher wird Blütenhonig tendenziell schneller hart als Waldhonig.

Sie wollen Ihren Honig aber flüssig und nicht fest? Auch kein Problem! Entweder das Honigglas in’s Wasserbad bei max. 50°C Wassertemperatur stellen, oder einfach für einige Zeit an einen warmen Ort (z.B. auf die Heizung) stellen, immer wieder wenden, und bald wird sich der Honig wieder verflüssigen.

Jede Menge:

  • Bienenwachs
  • Propolis (Kittharz)
  • Gelee Royal
  • Blütenpollen (wenn man sie ihnen wegnimmt, bevor sie es umwandeln in…)
  • Bienenbrot
  • Bienengift
  • und natürlich Bestäuben sie jede Menge Blühpflanzen!

Als „Tracht“ bezeichnet man den Blüten-, und Läusenektar, den die Honigbienen in den Stock eintragen. Imker sprechen im Normalfall dann von einer „Tracht“, wenn eine Pflanzenart gerade besonders ausgiebig blüht – diese bezeichnet man dann als „Trachtpflanze“. „Waldtracht“ herrscht dann, wenn eine Lausart momentan besonders stark honigt (siehe „Honigtauhonig“/Was ist Waldhonig?).

Im Idealfall sollte an einem Bienenstandort ein durchgehendes „Trachtfließband“ gegeben sein. Sprich: Das gesamte Jahr (von Februar bis in den Oktober/November), sollten ausreichend Pollen- und Nektarpflanzen, bzw. Honigtau, vorhanden sein, die von den Bienen beflogen werden können. Besonders im zeitigen Frühjahr und im Herbst ist dies von Bedeutung, doch auch im Hochsommer, nach der Frühjahrsblüte kommt es vielerorts zu einer Unterbrechung des Trachtfließbands.

In Supermärkten gilt ein Kredo: Die Produkte müssen immer gleich aussehen und schmecken! Wie macht man das jedoch bei Honig, dessen Geschmack von der Lage, dem Blütenangebot, und vielem mehr abhängig ist? Es funktioniert eigentlich ganz einfach: Großhändler kaufen zu vergleichsweise günstigen Preisen vielen verschiedenen Imkern ihren Honig im Großgebinde (also 50kg Kanister oder größer) ab. Danach wird der gesamte Honig gemischt, sodass ein einheitlicher Geschmack entsteht. Da viele Konsumenten ihren Honig außerdem gerne verhältnismäßig flüssig mögen, wird im Allgemeinen ein hoher Anteil an sehr flüssigem Honig zugesetzt.

Bei Sortenhonig wird hochwertiger Sortenhonig solange mit „billigem“ Honig (billig, im Sinne von preisgünstig, weil in großen Mengen vorhanden, wie z.B. Rapshonig) verdünnt, bis die minimalen Grenzwerte erreicht sind, die der Honig bei der chemischen Analyse aufweisen muss, um als Sortenhonig bezeichnet werden zu dürfen.

Kauft man seinen Honig beim Imker seines Vertrauens, kann man davon ausgehen, dass man nur besten, reinen Honig bekommt, der dann – ja, so ist es, und soll es auch sein! – nicht immer gleich schmeckt, sondern je nach Lage und Jahr unterschiedliche Nuancen aufweist. Außerdem – und diesen Aspekt möchte ich als direktvermarktende Imkerin besonders hervorheben – unterstützen Sie mit dem Kauf beim Imker in erster Linie eine reale Person, und kein börsennotiertes, multinationales Unternehmen!

Also: Kauft beim (Bio-)Imker, nascht leckeren Honig, und habt ein gutes Gewissen dabei!

Grundsätzlich entnehmen wir bei der Ernte NIEMALS den gesamten Honig, sondern belassen mehrere Kilo im Stock, bevor wir mit selbstgemischtem Bio-Zuckersirup auffüttern.

Doch auch, wenn man Bienen „nur“ aus Freude am Imkern oder zwecks Umweltschutz hält, kann es gehörig nach hinten los gehen, wenn man den gesamten Honig den Bienen als Winterfutter belässt. Warum? Gerade in Gegenden mit viel Waldhonig kann es zur sogenannten Melezitose kommen. Dieser Melezitosehonig ist sehr fest und schwebstoffreich – die Bienen benötigen viel Wasser, um einen solchen Honig aus den Waben zu lösen. Dieses steht den Bienen in den kalten  Wintermonaten jedoch nicht zur Verfügung. Zusammen mit den enthaltenen Schwebstoffen kann dies über lang oder kurz zu Durchfall führen. Wird jedoch im Bienenstock abgekotet, fördert dies Pilze und weitere Bienenkrankheiten. Im Extremfall kann es dazu kommen, dass die Bienen an den vollen Waben verhungern, oder an Folgeerkrankungen sterben.

Der von uns zugefütterte Bio-Zucker-Sirup ist schwebstoffarmer und sehr flüssig – ein großer Vorteil für die Bienen. Außerdem fügen wir dem Sirup eine Bio-Kräuterteemischung bei.

 

Nein! Blatt- und andere Lausarten saugen den Pflanzensaft zwar ein, ernähren sich jedoch ausschließlich von darin enthaltenen, bestimmten Inhaltsstoffen. Der Pflanzennektar wird quasi zunächst einmal gesiebt – nur ein Teil der Schwebstoffe gelangen in den Verdauungstrakt der Blattläuse, der zucker- und schwebstoffhältige Pflanzensaftanteil wird bereits davor über eine Drüse ausgeschieden. Dieser ausgeschiedene Pflanzennektar wird dann „Honigtau“ genannt. Die Bienen „ernten“ diesen Honigtau und verarbeiten ihn zu Honigtauhonig. Anhängig von der Lausart von der er stammt, darf der Honig als „Waldhonig“ oder allgemein als „Honigtauhonig“ deklariert werden.

 

In unseren eigenen (Misch-)Wäldern unterstützen wir bereits seit Jahren die hügelbauenden Waldameisen, die in Österreich auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, und damit unter Naturschutz stehen. Dies tun wir jedoch nicht aus reinem Altruismus, sondern aus ganz eigennützigen Gründen: Die Waldameisen vergrößern unsere Honigernte!

Wie und warum sie das machen? Ganz einfach: Auch Waldameisen naschen gerne von dem süßen Honigtau der Blattläuse. Aus diesem Grund bewirtschaften sie die in ihrem Revier gelegenen Lauskolonien, indem sie nicht nur den Honigtau ernten, sondern die Läuse auch beabsichtigt auf andere Bäume tragen, um sie so zu verteilen. Auch beschützen sie die Ameisen soweit sie können vor Feinden, um so die Population zu fördern. Auf diese Weise tragen sie aktiv zu einer höheren Waldhonigernte bei!

„Stockwindeln“, oder auch „Varroa-Tassen“ genannt, legt man in den Boden von Bienenstöcken ein, um den natürlichen Totenfall der Varroamilbe kontrollieren zu können. Im Idealfall handelt es sich dabei tatsächlich um eine sehr niedrige Tasse mit Gitteraufsatz, sodass nichts vom herabfallenden Gewüll von den Bienen selbst entfernt werden kann. Die innerhalb einer definierten Zeitspanne von den Bienen abgefallenen Varroen geben den ImkerInnen Aufschluss über den Befallsgrad ihrer Völker, sodass sie bedarfsorientiert eingreifen können. Im Idealfall wird jedes einzelne Volk mehrmals pro Jahr mittels einer solchen Windel kontrolliert. Außerdem praktisch: Am Gewüll kann man auch einige andere Dinge erkennen: Wo sitzt das Volk (rechts, links, schön mittig)? Gibt es Anzeichen auf Brutschäden, wie z.B. ausgeräumte Larven (Kalkbrut, Flügeldeformations-Virus, etc.)? Was fällt sonst noch so hinunter?

Zunächst einmal: Keine Panik! Alles, was Sie gesehen haben, ist mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Imker, der auf seine Gesundheit bedacht ist!

Auch wir sind nach der Honigernte im Spätsommer, im Herbst, sowie im Winter immer wieder einmal mit Gasmasken am Imkerstand zu sehen, die unsere Lungen vor Schäden durch die Varroabehandlung bewahren sollen.  Denn wir behandeln unsere Völker mit Oxalsäure gegen die Varroamilbe– wobei an dieser Stelle angefügt werden muss, dass wir ausschließlich die Oxalsäureverdampfung anwenden, die bienenfreundlicher und wesentlich effektiver ist, als die Träufelmethode.

Bei der Oxalsäure handelt es sich um eine natürlich Säure, die unter anderem auch in Spinat und Mangold vorkommt (weshalb man Spinat & Mangold auch niemals aufwärmen sollte). Diese Säure ist für die Varroen und andere Spinnentiere tödlich, nicht jedoch für die Bienen. Da wir leider jedoch kein Tracheensystem zum Atmen haben, wie die Bienen, sondern eben Lungen, müssen wir diese vor der Oxalsäure schützen.

Die Gasmaske ist also ein Zeichen für verantwortungsvolles Verhalten, und nicht für den Einsatz unerlaubter Mittel, oder Ähnlichem.

Nein. Ganz einfach: Nein.

Honig wird immer und ausschließlich von Bienen gemacht und ist damit nicht vegan. Alles was als „veganer Honig“ verkauft wird, ist irgendeine Art von Pflanzenzuckersirup, z.B. „veganer Löwenzahnhonig“ ist einfach nur Rübenzucker, mit Wasser und Löwenzahnblüten drinnen.

In Österreich darf ausschließlich jener von Bienen erzeugte Honig als „Honig“ bezeichnet werden.

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