Bienen Frühjahr 2019

Ein Traum von einer Frühjahrsrevision

So, und jetzt kommt’s: DAS FRÜHJAHR 2019!

Man hat es ja schon erahnen können, nachdem die Varroazahlen (siehe auch „Wozu brauchen Bienen eine Windel?„) im Jänner bei quasi Null lagen – soviel zum Thema: Varroabehandlung rein mit Oxalsäure funktioniert nicht…  –  und sich der Februar von seiner Sonnenseite gezeigt hat. Aber mit so einem Ergebnis haben wir bei der Frühjahrsrevision – die wir der Temperaturen wegen heuer bereits rund um den 22. März machen konnten – dann doch nicht gerechnet! UNSERE BIO-BIENEN SIND TOLL!!!

Kaum Ausfälle

Im gesamten Winter 2018/19 sind uns weniger als 6% der Völker verloren gegangen – inkl. dem einen Sturmschaden. Das ist extrem wenig! Zur Info: „Normal“ sind Winterverluste bis 10%, ab 30% ist man gesetzlich dazu verpflichtet, sie zu melden, der Amtstierarzt, bzw. meist der Bienenseuchensachverständige haben dann das Recht, den betroffenen Bienenstand komplett zu kontrollieren, um das Vorhandensein ansteckender Bienenkrankheiten, etc. als Ursache ausschließen zu können. Offizielle Zahlen gibt es ja um diese Jahreszeit noch keine, doch was ich bisher von Imkerkollegen aus der Region gehört habe, dürften die Winterausfälle heuer wieder extrem hoch sein. Einzelne Imker haben sogar Ausfälle von 100%! Da ist dann ziemlich sicher etwas bei der Varroabehandlung schief gegangen, keine Frage. Trotzdem wünsche ich solche Ausfälle niemanden! Wir haben jedenfalls die unter 6% Ausfälle richtig gefeiert!

 

Es kommt auf die Größe an

Ein weiterer Grund, weshalb wir unsere BioBienen so super finden? Unsere Völker sind RIESIG!  Also, es sind nicht nur sehr viele Bienen vorhanden, sondern auch bereits sehr große, schön Brutflächen, aus deren Zellen in den nächsten Wochen Hunderte und dann Tausende Bienen schlüpfen werden – die Sommerbienen.

Meist werden unsere Völker bei der Frühjahrsrevision auf 2 bis maximal 3 Zargen verkleinert. Die alten, oft bebrüteten Waben kommen aus und werden eingeschmolzen – das ist ein wichtiger Bestandteil der Stockhygiene. Erst einige Wochen später, wenn es genügend Nektar gibt und die Temperaturen höher sind, werden die Völker wieder erweitert. Nicht so heuer! Faktisch alle unsere Völker sind so groß, dass wir sie auf 3 Zargen belassen haben (die Unterste und damit älteste kommt weg, oben kommt eine Neue drauf, die mit bereits ausgebauten Waben aus dem letzten Jahr befüllt sind). Ein Volk mussten wir sogar AUFSETZEN! Also eine 4te Zarge drauf stellen, weil es bereits so groß ist!

Unsere späten Jungvölker aus dem letzten Jahr konnten wir alle aus den Ablegerbeuten in neue, große Beuten umsiedeln. Auch das ist Ende März nicht selbstverständlich.

 

Drohnenbrut im März

Und zu unser großen Überraschung haben wir bei der Durchsicht sogar schon einige verdeckelte Drohnenzellen gefunden! Das bedeutet, dass in den nächsten Tagen bis Wochen die ersten männlichen Bienen – die Drohnen – schlüpfen werden. Diese frühen Drohnen sind wichtig für die Völker, da Bienenvölker nur dann umweißeln können, wenn auch Drohnen vorhanden sind. Umweißeln nennt man den Prozess, wenn das Bienenvolk beschließt seine Königin zu ersetzen, z.B. weil sie zu alt ist; die Legeleistung nicht mehr stimmt, sprich die Königin keine Spermien mehr eingelagert hat; oder die Queen irgendwie beschädigt/verletzt, und deswegen nicht mehr „ideal“ ist. Häufig wird so ein umweißeln im Frühjahr gemacht – wir halten diesen natürlichen Austausch von Königinnen für sehr wichtig, und haben daher nichts dagegen, wenn unsere Völker so selbstorganisiert sind. Wir müssen nicht alles kontrollieren, bzw. steuern – die Bienen wissen ja eh am Besten, was sie wann warum machen. Wir freuen uns also über diese zeitige Drohnenbrut!

 

Was bleibt uns da noch zu sagen? DANKE! DANKE! DANKE! Bitte öfter solche Winter! Und wir wünschen uns, dass wir die Varroa auch in den nächsten Jahren weiterhin so gut im Griff haben.

Der Erste Blick verrät schon: unsere Bienen haben noch genügend Futterreserven!
Hier mal zum Vergleich: eine mehrmals bebrütete Wabe vs. einer frisch Ausgebauten.
Drohnenbrut bereits Mitte März – das sind gute Aussichten für die kommende Saison!

Bleibt nur noch zu hoffe, dass das Wetter weiterhin so beständig bleibt – und nicht heuer schon wieder noch Spätfröste, bzw. ein Wintereinbruch im April kommt! Wir hätten heuer nämlich ziemlich gerne wieder einen Waldhonig, und das wird mit Spätfrösten nichts…

Wir drücken die Daumen und blicken optimistisch in die kommende Bienensaison!

 

28.3.2019, by Helene Polak

Dieser Ableger aus dem letzten Jahr ist so riesig, dass er bereits im März in eine große Beute umgesiedelt werden kann!
Dieser Ableger aus dem Spätsommer 2018 ist groß genug, um in eine richtige Beute umgesiedelt zu werden!
Die Frühjahrsrevision verursacht immer viel Aufregung – die draußen sitzenden Bienen zeigen den Anderen, dass sie in diesem Bienenstock leben!

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