Bienenkönigin

Meine aufregendste Bienen-Geschichte EVER!

Ich muss euch jetzt von der unglaublichsten Bienengeschichte erzählen, die ich je erlebt habe!!!

Wie ihr (dank meiner anderen Blogbeiträg^^) bereits wisst, ist jetzt die ideale Schwarmzeit.

  1. Weil Mai,

  2. Weil so lange schlechtes Wetter war und heute der erste schöne Tag in der Südsteiermark seit einer gefühlten Ewigkeit ist.

Ich also natürlich zu meinen Bienen, diesmal zum Stand am Eichberg denn dieser liegt auf nur 400m Seehöhe, ist immer etwas wärmer und daher früher dran.

Bei den ersten 12 Völkern (von 14) sieht alles super aus, keinerlei Schwarmstimmung zu erkennen. Beim 13ten Volk jedoch: eine bestiftete Weißelzelle! Ich sehe mir also noch mehr Waben an und finde tatsächlich mehr als 10(!!!) bereits verdeckelte Weißelzellen (=Königinnenzellen). Also ganz klar: Ableger machen – Normalprogramm bei uns in so einem Fall, denn die Königinnenzellen einfach wegdrücken, tu ich nicht so gerne.

Dies ist einer der ganze seltenen Fälle, bei denen ich das betroffene Volk bis in die unterste Zarge durchsehe. Normalerweise lasse ich den Bienen in den untersten 2-3 Zargen (wir arbeiten mit Zander-flach) ihre Ruhe – das ist bienenschonender. Aber da ich hier nun mal schon alle Zargen durchsehe, entferne ich natürlich auch den Wildbau, den sie unten dran ins Bodenbrett gebaut haben.

Ich bin bereits fertig mit allem, will alles wegräumen, da fällt mir auf, dass an dem entfernten Wildbau, ja auch noch eine Königinnenzelle dran hängt! „Schade, aber kann man nichts machen“, denke ich mir – diese Zelle ist des Todes. Um sie nicht ganz zu verschwenden (und weil ich neugierig bin), beschließe ich, sie zu öffnen, denn an der enthaltenen Made kann ich erkennen, wie alt die Weißelzellen sind – sprich: wie lange die Anderen wohl noch zum Schlüpfen brauchen. Ich öffne sie also ganz behutsam, und was sieht mich da an?! Eine fertig, ausgewachsene Königin!!!

Ich verschließe also die Zelle wieder ganz vorsichtig, renne los zum Werkzeugkasten, schnappe mir einen Königinnenkäfig (klingt ärger als es ist), renne zurück – und weg ist die Königin. Denn offensichtlich war sie bereits dabei, sich frei zu beißen! Tatsächlich habe ich die Weißelzelle gerade entdeckt, also die darin enthaltene Königin dabei war zu schlüpfen!

Ich denke mir aber, dass diese Jungkönigin ja nicht weit sein kann, denn frischgeschlüpft kann sie noch nicht fliegen. Und tatsächlich finde ich sie auf dem Wildbau herumkletternd, von Arbeiterinnen betreut wieder! Ende gut, alles gut! Königin mit Arbeiterinnen eingefangen, und zusammen mit einigen Brutwaben und Honigwaben in einen kleinen Ablegerkasten umlogiert.

Uff… Ich sag’s euch! Das war ein aufregender Tag!

 

17.5.2018, by Helene Polak

So sieht eine verdeckelte Weißelzelle aus.
Zum Vergleich: So sieht eine bereits geschlüpfte Weißelzelle aus.

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