Osterberg Winter 2018_19

Der Winter 2018/19 - Ein weiterer Rückblick

März, und wir sind soweit ein erstes Resümee über den Winter 2018/2019 zu ziehen.  Was kann man dazu nur sagen?

Danke! Und bitte mehr davon in den nächsten Jahren!

Aber langsam. Beginnen wir beim Winter: Der hat ja für uns so lala begonnen.

Im November hatten wir den ersten Sturmschaden – es hatte einen mit Zurrgurt zusammen gebundenen Bienenstock am Eichberg als Ganzes den Hang hinunter geschleudert! Ein voller Bienenstock, mit kiloweise Honig drinnen, und er wurde trotzdem umgeweht – man kann erahnen, welche Windstärken hier im Spiel waren. Das Volk war leider nicht mehr zu retten! Stürme dieser Stärke gibt es hier bei uns in der Südsteiermark erst seit einigen Jahren, doch jetzt treten sie leider immer gehäufter auf. Der Klimawandel lässt grüßen.

Andererseits gab es bei uns in der Südsteiermark im November bereits den ersten Schnee! Schnee bedeutet kalte Temperaturen – und das freut die Imkerherzen. Denn Kälte bedeutet Brutfreiheit, bedeutet mehr Behandlungserfolg bei der Winterbehandlung gegen die Varroamilbe, bedeutet weniger Varroaprobleme für’s kommende Jahr.

 

Kaum Schnee am Osterberg

Und auch der Rest des Winters war wettermäßig ziemlich ideal: im Allgemeinen so kühl, dass die Bienen auch wirklich ihre Winterruhe einhalten; andererseits aber auch an ausreichend vielen Tagen so warm, dass die Bienen zum Wasserholen und Abkoten den Stock verlassen können. Zu Erklärung für alle Nicht-Imkerinnen: Ein fester Wintersitz fördert die Langlebigkeit der Winterbienen, was wiederum die Völkergröße im Frühjahr positiv beeinflusst. Abkoten außerhalb des Stocks ist Voraussetzung für ein gesundes Bienenvolk. Zum Glück sind wir – im Gegensatz zu vielen anderen Regionen Österreichs – im Jänner nicht unter Schneemassen begraben worden. Ganz im Gegenteil gab’s bei uns im Winter 2018/19 verhältnismäßig wenig Schnee. Vor allem, wenn man bedenkt, dass unser Hauptbienenstand hier am Osterberg auf beinahe 800m Seehöhe liegt.

 

Zusammenhang Außentemperatur und Winterbehandlung

Wie bereits zuvor kurz angesprochen, ist die Außentemperatur außerdem im Bezug auf die Varroabehandlung von Bedeutung. Wir arbeiten ausschließlich mit der Verdampfung von Oxalsäure – das ist zwar sehr arbeitsintensiv, aber unserer Erfahrung nach eine bienenschonende und zugleich wirkungsvolle Methode, die Varroa zu bekämpfen – und; sie ist auch für Biobetriebe zu gelassen. Damit das Verdampfen die größtmögliche Wirkung hat, sollte es so kühl sein, dass die Bienen in einer schönen Wintertraube sitzen und nicht ausfliegen, jedoch warm genug, dass sie schön locker sitzen, damit sich der Dampf gut im Volk verteilen kann und wirklich alle Bienen (bzw. die auf ihnen sitzenden Varroen) erreicht. Brutfreiheit ist wichtig, weil dann die Varroen alle auf den Bienen und nicht in den Brutzellen sitzen – wo die Oxalsäure nicht wirkt.

 

Soweit zu diesen, für uns schon beinahe idealen Winter 2018/19. Im nächsten Blog-Beitrag geht’s dann weiter im der Frühjahrsrevision. Der Moment, in dem man wirklich sieht, wie gut/konsequent man im letzten Jahr gearbeitet hat, und in dem man zum ersten Mal einen Eindruck von den Grundvoraussetzungen für die nächste Imkersaison bekommt.

 

22.3.2019, by Helene Polak

Im November gab’s das erste bisschen Schnee am Osterberg.
Anfang Dezember ist es am Osterberg wieder schneefrei, aber kalt – gut so!
Heuer waren unsere Völker im Dezember zum Glück brutfrei – Zeit für die Varroabehandlung mit Oxalsäure-Verdampfung.
Das sind schöne Aussichten für die Bienensaison 2019!

Ist es warm genug, fliegen die Bienen auch im Winter aus, um ihre Kotblase zu entleeren & vor allem, um etwas zu trinken!

Hier zu beobachten bei unserem Bienenstand am Osterberg, am 5. Dezember 2017.

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